Alle Vor- und Nachteile von Leiharbeit auf einen Blick

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Björn 29. November 2022 0 Kommentare

Leiharbeit ist in aller Munde, aber wer weiß schon genau, was es eigentlich ist?

In diesem Artikel klären wir die Unterschiede zwischen Leiharbeit, Zeitarbeit und Arbeitnehmerüberlassung und beleuchten Vor- und Nachteile. So können Sie sich informieren, ob Sie Leiharbeit in Ihrem Unternehmen integrieren wollen. Im Rahmen unseres Büroservice beraten wir Sie gerne!

Unterschiede zwischen Leiharbeit, Zeitarbeit und Arbeitnehmerüberlassung

Arbeitnehmerüberlassung, Leiharbeit und Zeitarbeit – diese drei Begriffe werden oft synonym verwendet, sind aber keineswegs dasselbe. Wenn Sie sich für eine dieser Formen der Arbeit interessieren, ist es wichtig zu wissen, welche Unterschiede es gibt.

Die Arbeitnehmerüberlassung ist die Überlassung von Arbeitskräften an einen anderen Betrieb gegen Entgelt. Die Zeitarbeit ist die Vermittlung von Arbeitskräften für einen bestimmten Zeitraum. Und Leiharbeit ist die Vermittlung von Arbeitskräften für einen bestimmten Zeitraum mit dem Ziel, sie nach Abschluss des Arbeitsverhältnisses an den Kundenbetrieb weiterzugeben.

Mitarbeiter

Ist Leiharbeit die Zukunft der Arbeitswelt?

Leiharbeit hat für Unternehmen einige Vorteile. Zunächst einmal ist es eine flexible Form der Arbeitskräftebeschaffung, die es den Unternehmen ermöglicht, schnell auf Veränderungen in ihrem Geschäft zu reagieren. So können sie beispielsweise in Zeiten des Hochlaufs ihrer Produktion mehr Arbeitskräfte anstellen und in Zeiten des Abschwungs die Zahl der Mitarbeiter reduzieren. Zudem entfallen bei der Einstellung von Leiharbeitern die Kosten für die Suche und Auswahl geeigneter Bewerber sowie für die Schulung neuer Mitarbeiter. Auch das Risiko, dass ein neuer Mitarbeiter nicht die erwarteten Leistungen bringt oder gar nicht erst einsatzfähig ist, entfällt bei der Einstellung von Leiharbeitern.

Leiharbeit – ein Segen oder Fluch für die deutsche Wirtschaft?

Nachdem die letzte Rezession aufgrund der globalen Finanzkrise im Jahr 2009 ihr Ende gefunden hat, ist die deutsche Wirtschaft wieder auf Erfolgskurs. Dies ist unter anderem auch dem Aufschwung der Industrie und dem Wachstum der Exportwirtschaft zu verdanken. Ein weiterer Faktor, der dazu beigetragen hat, ist die Zunahme der Leiharbeit in Deutschland. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Leiharbeitern stark gestiegen. Dies ist vor allem auf die hohe Flexibilität zurückzuführen, die Leiharbeiter bieten. Unternehmen können so schnell und einfach auf konjunkturelle Schwankungen oder saisonale Schwankungen reagieren.

Allerdings sind nicht alle Unternehmen von der Zunahme der Leiharbeit begeistert. Kritiker sehen in der Leiharbeit vor allem einen Nachteil: Die Qualität der Arbeit leide unter der hohen Flexibilität. Denn Leiharbeiter seien oft unqualifiziert und daher weniger engagiert bei der Arbeit. Zudem wechseln sie häufig den Arbeitsplatz und können dadurch weniger Erfahrung sammeln.

Trotz dieser Kritik hat die Zeitarbeit in den letzten Jahren einen Boom erlebt und ist mittlerweile ein fester Bestandteil der deutschen Wirtschaft geworden. Laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) haben im Jahr 2017 rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland als Leiharbeiter gearbeitet. Dies entspricht einem Anteil von 2,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die meisten Leiharbeiter sind dabei in den Bereichen Industrie, Baugewerbe und Gesundheitswesen beschäftigt.

Während die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland in den letzten Jahren stetig gestiegen ist, ist dies in anderen Ländern nicht der Fall. In Frankreich etwa hat die Zahl der Leiharbeiter seit 2003 kontinuierlich abgenommen. Dies liegt vor allem daran, dass in Frankreich strengere Regeln für die Vergabe von Zeitarbeitsverträgen gelten als in Deutschland. So darf ein Unternehmen in Frankreich maximal 10 Prozent seiner Belegschaft mit Leiharbeitern beschäftigen. In Deutschland gibt es diese Quote nicht.

Insgesamt lässt sich also sagen, dass die Leiharbeit sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Sie bietet Unternehmen eine hohe Flexibilität, ist aber oft mit geringerer Qualität der Arbeit verbunden.

Leiharbeit: Die Vor- und Nachteile

Leiharbeit ist ein bewährtes Mittel, um kurzfristige Engpässe in der Belegschaft zu überbrücken oder um gezielt Fachkräfte für bestimmte Projekte anzuwerben. Aber auch wenn die Vorzüge der Leiharbeit auf den ersten Blick offensichtlich sind, gibt es auch einige Nachteile, die man nicht außer Acht lassen sollte.

Zunächst einmal sind Leiharbeiter teurer als der reguläre Arbeitnehmer. Die Zeitarbeitsfirma muss ihre Kosten decken und deshalb verlangt sie meist einen höheren Stundensatz als das Unternehmen selbst. Außerdem kommen oft noch Fahrtkosten und andere Nebenausgaben hinzu. Auf Dauer kann Zeitarbeit also sehr teuer sein.

Ein weiterer Nachteil ist, dass Leiharbeiter oft weniger engagiert sind als festangestellte Mitarbeiter. Sie wissen, dass ihre Zeit befristet ist und machen sich deshalb oft weniger Mühe, sich in das Unternehmen einzufügen und langfristig zu engagieren. Auch für das Betriebsklima kann dies negativ sein, da festangestellte Mitarbeiter sich oft benachteiligt fühlen, wenn immer mehr Leiharbeiter eingesetzt werden.

Allerdings gibt es auch einige positive Aspekte der Zeitarbeit. So können Unternehmen bei Bedarf sehr schnell Fachkräfte anwerben und brauchen sich nicht mit dem langwierigen Bewerbungsprozess auseinandersetzen. Auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiter gelingt in der Regel schneller, da die Zeitarbeitsfirma bereits Erfahrung mit dem Einsatz von Leiharbeitern hat und genau weiß, worauf es ankommt.

Insgesamt hat Zeitarbeit sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Unternehmen sollten daher genau abwägen, ob die Vorzüge in ihrem Fall überwiegen oder ob sie lieber auf reguläre Angestellte setzen.